Gesprengt: Alter Schornstein ist Geschichte
Veröffentlicht: Sonntag, 22.02.2026 11:04
Ein lauter Knall und viel Staub: In Ibbenbüren ist der 275 Meter hohe Schornstein des ehemaligen Steinkohlekraftwerks gesprengt worden. Die zahlreichen Schaulustigen konnten allerdings nur einen Teil des Spektakels sehen, denn die obere Hälfte des Schornsteins war von Nebel und Wolken verdeckt. Mit der Sprengung ist die letzte bis Niedersachsen zu sehende Landmarke des früheren RWE-Kraftwerks verschwunden.
Nach der Aufarbeitung des Geländes durch die Hagedorn Unternehmensgruppe wird Amprion das Grundstück ab Sommer übernehmen. Der Übertragungsnetzbetreiber will in Ibbenbüren eine Konverterstation bauen, über die in Zukunft Windstrom von den Offshore-Anlagen in der Nordsee ins nordrhein-westfälische Stromnetz eingespeist wird.
Neben dem Stahlbeton-Schornstein brachte der Sprengmeister auch eine Rauchgas-Entschwefelungsanlage und die Entstickungsanlage zu Fall. Insgesamt musste eine Masse von 15.500 Tonnen gesprengt werden. Dafür setzten die Experten 600 Kilogramm Sprengstoff für alle drei Bauwerke ein. Laut Mitteilung von Hagedorn können 97 Prozent des Materials recycelt werden.